Warum wir bei SLEEPY immer mehr Mobile Homes fahren.
Sie haben es bestimmt in einem unserer anderen Blog-Artikel schon gelesen: SLEEPY hat zwar seinen Ursprung im Yachttransport und fährt auch weiterhin zum größten Teil Segel- und Motorboote von A nach B, wir sind aber auch „Spezialtransporteure“ und damit in der Lage, eine Vielzahl weiterer Transportgüter schnell und effizient zu transportieren. Immer mehr Industriekunden lassen uns überdimensionierte Maschinenteile fahren, Landwirte vertrauen uns ihre Erntemaschinen und – seit einigen Jahren – Hausbesitzer ihre Häuser. Ist das ein Trend? Oder gar ein Boom? Wir werden sehen …
Denn es sind Häuser ganz spezieller Art: Sie nennen sich „Mobilheim“ oder „Mobile Home“ und sind auch als „Tiny House“ bekannt. Die Fahrten mit diesen Häusern machen mittlerweile einen nicht unerheblichen Auftragsbestand in den SLEEPY-Büchern aus. Da diese Aufträge von Jahr zu Jahr mehr werden, haben wir uns gedacht, in diesem Artikel die für Sie wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit einem Mobilheim-Transport abzuhandeln. Wie immer laden wir Sie ein, bei Fragen, die noch mehr in die Tiefe gehen, unsere Disponenten bei SLEEPY anzuschreiben oder uns in der Firmenzentrale in Heikendorf einfach anzurufen.
Der Mobilheim-Boom: Seit Corona geht es rund!
Vor allem seit der Covid-Krise steigen die Transporte von Mobilheimen bei SLEEPY sprunghaft an. Jedes Jahr kommen neue dazu. Woran liegt das? Wir denken, dass vor allem die Corona-Zeit so einige, bisweilen tiefe Spuren, bei den Menschen hinterlassen hat. Wenn man es positiv formulieren mag: Wir sind uns alle bewusster geworden, wie wichtig es ist, gesunde, schöne, entspannende und erholsame soziale Kontakte zu haben. Also der Umgang mit der Familie, den Freunden – der engste Kreis eben. Die Menschen haben gelernt, sich ihre eigenen, kleinen „Happy Bubbles“ zu schaffen: Rückzugsorte, Cocons der Freude, wenn man so will.
Seit Corona haben Mobilheime und Hausboote in Deutschland geradezu Hochkonjunktur. Wir fahren auch immer mehr Tiny Houses. „Was wir an Yacht-Transportaufträgen weniger reinbekommen, wird mit Mobilheimen ausgeglichen“, verrät er uns. Gerade Corona habe irgendwie bei den Deutschen einen „Boom“ ausgelöst, sich einen kleinen Bungalow ins Grüne zu stellen. Viele Hersteller haben nachgezogen und bieten tolle Lösungen an, von minimalistisch bis Luxus-Haus. „Die technischen Anforderungen an die Trailer und Fahrer sind hierbei anders, als beim Bootstransport. Wer aber schon Millionenwerte wie eine Luxusyacht gefahren hat, der kommt mit einem luxuriösen Mobilheim auch gut zurecht“, verrät er. Wussten Sie, dass der Yachtbauer beispielsweise Beneteau eine eigene Mobilheim-Marke besessen hat? Doch zurück zur Bootsmesse …
Allerdings scheint es demnach einfacher zu sein, sich ein Mobilheim zu kaufen und in den Garten oder ans Wassergrundstück zu stellen, als einen Segelschein zu machen. Was unsere Auftraggeber für die Mobile Home-Transporte angeht, so sind diese sehr gemischt. Eines aber, ist interessant: Es sind eben eher nicht die Hersteller von Tiny Houses & Co, die uns beauftragen! Die haben meist ihre Haus und Hof-Transporteure, wobei wir auch mal nagelneue Häuser fahren. Anders als bei den Yachten, wo uns vor allem die Werften mit dem Neuboot-Transport beauftragen, fahren wir vor allem gebrauchte Mobil-Heime.
Vor allem gebrauchte Mobilheime und Tiny Houses sind sehr gefragt
Die Mischung ist fast 50/50 zwischen Mobilheim-Besitzern, die sich privat eines gekauft haben und kommerziellen Anbietern. So rüsten immer mehr Betreiber von Camping-Plätzen ihre Locations mit Mobile Homes und Tina Houses aus. Das macht Sinn, um Caravan-losen Gästen attraktive Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten. Oftmals ziehen auch ganze Campingplätze einfach an eine neue Location um – dann müssen viele Mobilheime gefahren werden.
Interessanterweise fahren wir auch eine Menge Mobilheime zu alternativen Wohnprojekten und Kommunen, die sich im ländlichen Raum ansiedeln, um eine andere Art des Zusammenlebens auszuprobieren: Verzicht auf überbordenden Besitz, das Teilen von Essentiellem und das Schaffen einer neuen, engen Gemeinschaft als Gegenentwurf zur sich immer mehr entfremdenden Gesellschaft (vor allem in den Großstädten) lassen diese Projekte wachsen. Vom Tiny House bis zum betagten Bauwagen – es gibt so viele tolle kreative Ideen in diesem Bereich!
Sicher spielt hier auch eine Rolle, dass das Leben immer teurer wird, das Wohnen sowieso, aber auch dessen Unterhalt. Ein neues Eigenheim, das können sich bei den heutigen Immobilien- und Grundstückspreisen bedeutend weniger Menschen leisten, als noch vor 15, 20 Jahren. Hinzu kommen die Baukosten für neue Häuser, die mittlerweile buchstäblich „durch die Decke“ gegangen sind. Ein Mobilheim ist eine im Vergleich preiswerte, viel weniger aufwendigere Alternative – vor allem, wenn man ein Tiny House gebraucht anschafft! Was sollten Sie also beachten, wenn Sie Ihr Tiny House anliefern (oder abholen) lassen möchten?
Transportgut Mobilheim: Was private und kommerzielle Auftraggeber wissen sollten
Zunächst vorweg: Auch der Transport eines Mobilehomes will vernünftig voraus geplant und organisiert sein! Wir empfehlen Ihnen, sich aus technischen und rechtlichen Gründen unbedingt an Spezial-Transporteure zu wenden. Auch und gerade wenn der Transport „nur“ 50 Kilometer kurz ist – Ihr Mobilheim will sicher unterwegs sein, es will versichert sein und die Genehmigungen sollten vorliegen. Im Prinzip ist ein Tiny House oder der Bungalow „nur“ ein viereckiger Korpus, noch dazu als Mobil-Heim (daher ja auch der Name) so gebaut, dass er gut transportabel bleibt. Aber: Das Auf- und Abladen sowie die Fahrt zum Bestimmungsort sind kein Kinderspiel! Selbst unsere alten Hasen, die schon lange teure Yachten fahren, brauchen ihre Spezialschulungen und jede Menge Erfahrung, um sicher die Mobilheime bewegen zu können. Wie immer: Transport ist nie gleich Transport!
Nicht jeder x-beliebige Auflieger ist in der Lage, ein Mobilheim sicher transportieren zu können. Wir haben bei SLEEPY daher spezielle Flachbett-Auflieger angeschafft, welche sich individuell an die Maße der Mobilheime anpassen lassen, die mit unwegsamem Gelände gut klarkommen und die vor allem beim Be- und Entladen die Arbeit wesentlich vereinfachen. Denn hier können die meisten Fehler – und damit Beschädigungen oder gar Unfälle – passieren. Da die meisten Mobile Homes über Rollen verfügen, haben wir unsere Trailer mit Rampen ausgestattet, über welche das Haus dann sicher und einfach auf den und vom Trailer kommen. Hat Ihr Transporteur das auch?
Beim Thema Ladungssicherung gelten ebenfalls strenge Regeln. So sichern wir Ihr Mobilheim doppelt und dreifach ab. Es liegt in der Natur des Mobilheimes, dass es sich meist an sehr schönen Orten befindet. Camping-Plätze, Seegrundstücke, der Waldrand neben der Stadt … das sind alles tolle Locations, meist weitab vom Schuss. Das kann zum Problem werden, denn als Schwertransport mit Überlängen/Überbreiten brauchen wir natürlich möglichst festen Untergrund und auch einigen Platz zum Wenden und Rangieren. Sie sollten daher vorweg, am besten gemeinsam mit Ihrem Transporteur, die Lage vor Ort prüfen lassen und gegebenenfalls Fotos schicken. Wendekreise auszumessen schadet auch nicht.
Wenn Sie Campingplatz-Betreiber sind oder das Mobile Home von einem solchen abgeholt werden soll, schauen Sie, dass Sie das Haus, etwa von einem Traktor aus dem nahen Ort, auf den Parktplatz des Platzes schleppen lassen. Das erspart unseren Fahrern haarige Situationen, eine Menge Zeit und bares Geld! Gleichsam macht es Sinn, am Zielort ebenfalls einen kleinen Traktor bereit zu haben, der dann meist sehr viel besser als wir das Tiny House punktgenau am Standort platzieren kann.
Last, but not least, bei der Auftragsvergabe sollten Sie unbedingt die reellen Abmessungen des Mobilheimes an uns durchgeben! Zwar sind die Außenmaße des Korpus meist schnell ermittelt, unsere Fahrer stellen dann aber vor Ort nicht selten fest, dass Anbauten überragen: Blumenkübel, Geländer, Beleuchtung oder Antennen. Das kann schnell fatale Folgen haben, wenn nämlich die genehmigte Maximalbreite oder -höhe überschritten wird und wir plötzlich nicht mehr fahren dürfen. Oder wir ganz einfach nicht mehr unter den Brücken durchpassen. Besser doppelt messen, als böses Erwachen!
Yachten oder Mobilehome: Was ist anspruchsvoller?
Diese Frage ist schwer zu beantworten. Fragt man unsere SLEEPY-Fahrer, so gibt es große Tiny Home-Fans, die super gerne diese Transporte ausführen, und eingefleischte Yacht-Skipper, die lieber ein Boot im Schlepp haben. Daher planen unsere Disponenten so, dass Ihr Mobilheim möglichst immer von einem ausgewiesenen Fachmann gefahren wird. Zwar kann prinzipiell jeder SLEEPY-Fahrer jeden LKW und jeden Auflieger-Typ bedienen, wir gehen hier aber auch lieber auf „Nummer Sicher“. Übrigens braucht man keinen speziellen, offiziellen „Schein“ für den Transport von Mobilheimen. Wie bei so vielem, machen die Kilometer den Experten.
Apropos Kilometer: Während wir neue Yachten oftmals ganz aus dem Norden Finnlands quer durch Europa bis ans Mittelmeer, die Türkei oder nach Marokko in Afrika bringen, sieht das bei den Mobile Homes komplett anders aus. Die meisten Fahren finden eher regional und national statt. Zwischen 50 und 150 Kilometer betragen hier die meisten Strecken. Langstrecken-Ausreißer gibt es hier natürlich auch. Die meisten Mobilheime holen wir dabei von unseren Nachbarn Holland und Frankreich ab, wo es eine riesige, lang angestammte Mobilheim-Kultur gibt. Na, haben Sie auch Feuer gefangen?
Sie möchten Ihr Tiny House an einen neuen Ort bringen?
Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, sich selbst ein Mobile Home zu kaufen, ein Tiny House auf einem grünen Grundstück aufzustellen oder gar mit Teilen oder dem ganzen Campingplatz umzuziehen, dann laden wir Sie herzlich ein, die Expertise von SLEEPY auf diesem Gebiet zu nutzen! Fragen Sie gern einen Transport bei uns an – ein erstes unverbindliches Gespräch mit einem unserer Disponenten wird schnell Klarheit über Umfang, Dauer und natürlich auch den Preis eines Mobilheim-Transportes schaffen.
Übrigens: Als „Tiny House“ fahren wir auch viele Hünerställe oder andere Unterkünfte für Federvieh, Honigbienen-Völker und andere Nutztiere. Landwirte welcome! Und wer weiß? Vielleicht können wir demnächst auf unserem facebook und instagram-Kanal einige Fotos von Ihrem Mobilheim posten, das wir pünktlich, schnell und vor allem unbeschadet an dessen neuem Traumplatz aufgestellt haben. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme – und dann geben wir Gas!