Partner der Yachtmessen – ohne Schwerlast-Transporteure läuft nix!

Beobachtungen bei der BOOT Düsseldorf

Am Samstag, den 17. Januar 2026 ist es wieder soweit: Die Bootsbranche trifft sich zur größten und wichtigsten Wassersportmesse der Welt am Rhein. Diese Messe läutet für viele Werften und Yachthändler, aber auch für viele Wassersport-Begeisterte, Segler und Bootsbesitzer (und vor allem jene, die es noch werden wollen), den Start der neuen Saison ein. Logistisch ist die BOOT Düsseldorf ein Mammutprojekt, an dem auch SLEEPY seinen Anteil hat. Was wir für die BOOT und andere Hallenmessen leisten, wollen wir in diesem Artikel zeigen.

Es ist wieder soweit: BOOT Düsseldorf!

Ein Mammutprojekt also. Denn die 17 Ausstellungshallen müssen mit knapp 1.000 Exponaten – also Booten und Yachten – befüllt werden. Sicher, die meisten davon sind kleinere Boote, viele von denen auf Trailern ankommen. Die richtig großen Luxusyachten sind ebenfalls keine Straßentransporte, sondern werden entweder mit eigener Kraft oder auf großen Transport-Leichtern vom Seehafen Amsterdam den Rhein flussaufwärts und dann vom berühmten Travellift „Big Willy“ in die Hallen gebracht. Aber dann kommen auch schon wir ins Spiel.

Von Serienyacht bis Luxus-Marke: Yachttransport per Straße

Segel- und Motorboote ab etwas 30 Fuß Länge, also ab 3 Meter breite etwa, werden zumeist mit dem Schwerlast-LKW zur BOOT Düsseldorf gefahren. SLEEPY ist bereits seit Firmengründung Transport-Partner der Messe und kann dabei auf eine sehr lange und erfolgreiche Zusammenarbeit mit vielen Yachtherstellern blicken. Eine ganz besondere Beziehung haben wir dabei zum unterfränkischen Yachtbauer Bavaria.

Eisig, aber schön: Vier Bavarias gehen auf die Reise nach Düsseldorf

Auch in diesem Jahr dürfen wir die vier in Düsseldorf ausgestellten Yachten für die Werft transportieren. Dabei sind sowohl unsere Fahrer wie auch die Mitarbeiter der Werft ein eingespieltes Team: Abholung in Giebelstadt, Straßenbegleitung durch die Polizei bis zur Autobahn und die Autobahn-Passage selbst fahren wir sozusagen „blind“. Im ziemlich beeindruckend aussehenden Teamflug geht es mit den Bavarias über die Autobahn. Und natürlich erreichen alle Boote problemlos ihren Ausstellungsort in der „Seglerhalle 16“, dem Mekka für Segelsport-Begeisterte, und in Halle 5, wo die Motorboote ausgestellt werden.

… pünktliche Ankunft trotz „Wetter“.

Für andere Werften fahren wir nur eine oder zwei Yachten. Neben Bavaria Yachtbau bekommt SLEEPY auch in 2026 Transportaufträge für die BOOT von verschiedenen anderen renommierten Boots-Marken und Yacht-Herstellern, wie beispielsweise Dufour, Targa, Sealine oder die Rib-Spezialisten von ZAR. In diesem Jahr ist jedoch die BOOT vor allem aus Wetter-Gründen eine Herausforderung, denn wie Sie sicher schon festgestellt haben, erleben wir einen Winter, wie wir ihn lange nicht mehr in Europa hatten …

Fluch und Segen zugleich: Der Termin der Bootsmesse macht´s

Der Messetermin der BOOT im Januar ist vor allem für Bootskäufer gut gewählt: Jetzt, in der Winterzeit, schlummert das eigene Boot vielleicht noch gut verpackt im Winterlager, es „juckt“ also nicht so sehr, wenn man ein Wochenende oder gar einen Wochentag Urlaub „opfern“ muss. Zudem ist man jetzt, nach Weihnachten, vielleicht in Spendierlaune, denn das neue Jahr ist noch jung und das Konto gut gefüllt. Für uns Transporteure ist der Januar eigentlich auch perfekt, denn die Winterlager-Fahrten sind abgeschlossen und so viele Neuboot-Abholungen gibt es noch nicht.

Abholung einer Sealine bei Hanse

Aber dann kommt der Winter! Dabei sind die mitunter sehr schwierigen Straßenverhältnisse gar nicht mal bei uns in Deutschland am schlimmsten. Dieses Jahr hat der Schnee vor allem die Vendée und die Bretagne getroffen. Das Problem: Vor allem in der Vendée ist eine geschlossene Schneedecke aufgrund der eher milden atlantischen Winter sehr selten. Ergo: Es gibt keine oder nur sehr wenig Infrastruktur, um die Straßen zu räumen. Raumfahrzeuge und vor allem Salz fehlen.

Der Weltpremiere der Dufour 48 darf auch der Winter nicht im Wege stehen!

Die Fotos unserer LKW-Fahrer aus La Rochelle, wo unter anderem die Werften Dufour und Amel ihren Sitz haben, sprechen Bände. Weiter nördlich sieht es bei Beneteau und Jeanneau auch nicht besser aus. Sie können sich sicher vorstellen, was spiegelglatte Straße, die stetig drohende Möglichkeit von überfrierender Nässe und das dichte Schneetreiben für einen Yachttransport bedeuten? Hier hilft nur eines: Cool bleiben, im wahrsten Sinne des Wortes, und mit größter Sicherheit fahren. Ein Grund mehr, sich beim Yachttransport immer und ausschließlich auf erfahrene und professionelle Unternehmen zur verlassen und nicht die Auftrage ausschließlich immer nur an den billigsten Anbieter geben!

Das Messe-Ballett beginnt …

Schäden an Yachten auf einem Transport oder gar Unfälle mit Booten sind eher selten. Unsere Yachten erreichen alle pünktlich die Messe. Aber damit ist unser Job es lange noch nicht abgeschlossen. Denn anders als der DHL-Fahrer, der die neue Kommode an der Haustür abgibt und Sie diese zusammenbauen, können wir die Boote nicht einfach am Hallentor stehen lassen. Es beginnt das faszinierende Hallen-Ballett, der vielleicht aufregendste Teil der Messe-Transporte.

Langsam – kontrolliert – und sicher arbeiten wir uns über die Straßen

Wenn Sie sich den Hallenplan, beispielsweise der Seglerhalle 16, anschauen, dann wird klar, dass es nur gelingt, die Stände zentimetergenau aufzubauen, wenn alle Yachten nach einem genau ausgeklügelten System in die Hallen gefahren und an die Stände geparkt werden. Von groß zu klein, von der Mitte nach außen. SLEEPY-Transporte die mit dem Hubbock-System gefahren werden, sind da von Vorteil, denn unsere Kunden sparen sich mitunter die (sehr teuren) Krankosten vor Ort. Denn dank dieses System können wir den LKW so positionieren, dass die Yacht ganz ohne Kran mitsamt dem Bock genau dort abgestellt wird, wo sie hingehört.

Schnelles Abladen Dank Hubbock-System!

Das spart nicht nur Kosten, sondern Zeit: Denn wenn man sich vor Augen hält, dass die Ausstellungshallen noch vier Tage vor Messe-Eröffnung die Hallen fast leer sind, kaum ein Stand steht, kein Teppich gesaugt ist geschweige denn die Hallen aufgeheizt wurden, dann zählt jede Stunde, die man nicht auf den Kran oder einen anderen Dienstleister warten muss, gleich doppelt und dreifach. Denn eines ist klar: Solange die Yachten nicht stehen, kann der Rest des Messe-Auftritts nicht aufgebaut werden.

… oder eben ganz klassisch mit Kran.

Gleiches gilt übrigens für den Abbau: Viele der ausgestellten Yachten sind meist schon verkauft. Der jeweilige Händler, sicher aber die glücklichen Eigner, möchte natürlich das Boot so schnell es geht auf dem Gelände daheim haben, denn bis zur Saison sind es nur wenige Monate: Antifouling, Kommissionierung und weitere Arbeiten an den Yachten sind auszuführen. Je schneller wir eine Yacht aus dem Messe-Gewimmel herausbekommen, desto besser. Dank Hubbock heißt das: Ranfahren, Huckepack nehmen und los geht es!

Bootsmessen sind immer auch ein wirtschaftlicher Gradmesser

Die Messe Düsseldorf ist nicht nur die größte und wichtigste, sondern auch eine der teuersten Messen für die Hersteller. Daher sind nicht nur die Besucherzahlen interessant für Branchenbeobachter, sondern auch die Anzahl der ausgestellten Yachten: Und das merken wir Transporteure als erste, denn die Transportaufträge für die Messen werden meist schon Monate im voraus gebucht. Und wie sieht es da in diesem Jahr aus?

Von eher kleineren Marken …

Die Yachtbranche hat zu kämpfen. Das kann man nicht leugnen. In den letzten Jahren, vor allem nach Corona, sind die Bootspreise vor allem durch die hohen Energie- und Lohnkosten in Europa extrem gestiegen. Die hohe Inflation der Jahre 2022 und 2023 hat dann ihr übriges geleistet. Wir merken nicht nur einen allgemeinen Rückgang der Transportaufträge bei Neubooten von den Werften an die Händler oder Kunden. Wir merken vor allem auch, dass kleine bis mittelgroße Yachten seltener gefahren werden. Aber wir sehen hier durchaus Licht am Ende des Tunnels!

… bis zu den großen Brands: (Fast) Alle sind wieder am Rhein!

Während bei den vergangenen Ausgaben der BOOT Düsseldorf vor allem die deutschen Hersteller mit Abwesenheit geglänzt haben, sind 2026 sowohl Bavaria wie auch die Hanse Yachts AG wieder mit am Start, was uns sehr freut! Zudem haben wohl auch mehr Aussteller in 2026 gebucht, als im  Vorjahr und das sind doch gute Nachrichten. Ähnlich sieht es bei den kleineren Regionalmessen aus: Wir haben noch im Dezember letzten Jahres einige Yachten auf die BOOT & FUN Hallenmesse nach Berlin bringen können und auch Exponate zur INTERBOOT an den Bodensee.

Achten Sie auf die blauen Böcke!

Wenn Sie ab dem 17. Januar die BOOT Düsseldorf besuchen, schauen Sie ruhig einmal genauer unter die Boote. Wenn Sie einen blauen Transportbock mit dem SLEEPY-Logo sehen, dann würde uns das sehr freuen: Denken Sie an all die Arbeit, die vielen dutzend Hände, die hunderte von Kilometern und unsere Fahrer, die durch Schneestürme und bei Minusgraden vor allem eher nachts unterwegs waren, damit Sie sich Ihre Traumyacht anschauen können. SLEEPY ist in 2026 diesmal nicht mit einem eigenen Stand vor Ort, aber unsere Mitarbeiter Torsten Storm und Max Försterling sind am 18. und 19. Januar auf der Messe unterwegs.

Viel Spaß bei der BOOT Düsseldorf!

Zwar sind die Beiden dort eher für unsere Geschäftskunden unterwegs, wenn Sie als Privat-Eigner aber eine Frage zum Thema Yachttransport haben, zögern Sie nicht, uns anzusprechen: Gern vereinbaren Sie einen Termin und können dann in aller Ruhe in der Messehalle, gegebenenfalls direkt an Ihrem neuen Traumschiff, Ihren Transport besprechen. Wir wünschen Ihnen als Besucher, aber auch unseren Werften und Händlern eine schöne, erfolgreiche BOOT 2026!